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Vergleich · Deutschland gegen Dubai · Stand 11. September 2026

Immobilie in Dubai oder in Deutschland? Der Nettovergleich

Dieselbe Rechnung für beide Länder: 35 Prozent Eigenkapital, aktuelle Zinsen, alle Kosten, drei Wohnsitz-Szenarien für die Steuer. Mit belegten Marktwerten und einem realen Dubaier Mandat statt Prospektzahlen.

DTDenise Tanrikul, Managing PartnerFachliche Prüfung: Martin KrygierZuletzt geprüft: 11. September 2026
3,4 %

Bruttomietrendite einer Wohnung in einer deutschen Metropole im Jahr 2026.

Beispiel
6 bis 8 %

Bruttomietrendite eines Studios oder einer 1-Zimmer-Wohnung in Dubai.

Beispiel
7,5 gegen 2,9 %

Eigenkapitalrendite im durchgerechneten Beispiel, Dubai gegen Deutschland, bei Wohnsitz in Deutschland.

Erfahrung Nexus Bridge

Alle Zahlen sind auf dieser Seite belegt, die Quellen stehen am Ende der Seite.

Die kurze Antwort Eine Wohnung in einer deutschen Metropole bringt 2026 im Schnitt 3,4 Prozent Bruttomietrendite, ein Studio oder eine 1-Zimmer-Wohnung in Dubai 6 bis 8 Prozent. Rechnet man beides mit 35 Prozent Eigenkapital, aktuellen Zinsen, allen Kosten und deutscher Steuer durch, bleibt in unserem Beispiel eine Eigenkapitalrendite von 2,9 Prozent in Deutschland, 7,5 Prozent in Dubai bei Wohnsitz in Deutschland und 9,4 Prozent in Dubai bei Wohnsitz in Dubai. Die deutsche Wohnung kostet dabei jeden Monat Geld und lebt von der Steuererstattung; die Dubai-Wohnung trägt sich selbst. Dafür trägt der Dubai-Käufer Dollar-Risiko, höhere Zinsen und einen zyklischeren Markt. Rechenbeispiel mit belegten Durchschnittswerten, keine Anlage- oder Steuerberatung.
Was Google zu diesem Thema häufig gefragt wird. Diese Fragen zeigt Google unter den Suchergebnissen an; jede davon ist auf dieser Seite beantwortet.
  • Lohnt sich eine Immobilie in Dubai mehr als in Deutschland?
  • Wie hoch ist die Mietrendite in Deutschland 2026?
  • Wie hoch ist die Mietrendite in Dubai?
  • Muss ich Mieteinnahmen aus Dubai in Deutschland versteuern?
  • Was kostet ein Immobilienkauf in Dubai an Nebenkosten?
  • Ist eine Immobilie in Dubai steuerfrei?

Wie wir vergleichen

Vergleiche zwischen Dubai und Deutschland scheitern meist an zwei Stellen: Es werden Bruttomieten gegen Nettorenditen gestellt, und die Steuer wird pauschal „abgezogen“, obwohl sie in Deutschland nicht die Miete trifft, sondern den Überschuss. Wir rechnen deshalb beide Seiten mit derselben Methode, die auch in unseren Fallstudien gilt:

Beispiel Alle Zahlen dieser Seite sind in einem Skript hinterlegt und werden bei jeder Aktualisierung automatisch nachgerechnet. Wer eigene Werte einsetzen will, nutzt den Rechner mit PDF-Analyse.

Bruttorendite: 3,4 gegen 6 bis 8 Prozent

Erfahrung Nexus Bridge Die Bruttomietrendite ist die Jahresmiete geteilt durch den Kaufpreis. Sie sagt nichts über Kosten oder Steuern, aber sie setzt die Obergrenze für alles, was danach kommt. In den sieben deutschen Metropolen liegt sie nach dem Mietrenditeatlas von Baufi24 im ersten Halbjahr 2026 bei 3,4 Prozent, bei durchschnittlich 5.936 Euro je Quadratmeter Kaufpreis und 16,64 Euro je Quadratmeter Monatsmiete. Hamburg (3,02 Prozent), München (3,22), Frankfurt (3,24) und Berlin (3,36) bilden das untere Ende; über 5 Prozent gibt es nur in Städten wie Chemnitz oder Gelsenkirchen.[1][2]

Dubai liegt nach Global Property Guide im zweiten Quartal 2026 im Schnitt aller Lagen bei 5,53 Prozent, Studios bei 7,80 Prozent, 1-Zimmer-Wohnungen bei 6,03 Prozent; große Wohnungen mit vier und mehr Zimmern nur bei 3,76 Prozent.[12] Unsere drei veröffentlichten Fälle liegen mit 5,77, 7,88 und 7,37 Prozent in diesem Korridor.

Bruttomietrendite 2026: deutsche Metropolen gegen DubaiHamburg3,02 %München3,22 %Frankfurt3,24 %Berlin3,36 %Top-7 Deutschland, Schnitt3,40 %52 größte Städte, Schnitt4,17 %Dubai, alle Lagen5,53 %Dubai, 1-Zimmer6,03 %Unser Fall 03, Dubai7,37 %Dubai, Studios7,80 %Unser Fall 02, Al Furjan7,88 %
Quellen: Baufi24 Mietrenditeatlas H1 2026 (Deutschland), Global Property Guide Q2 2026 (Dubai), eigene Fallstudien. Brutto = Jahresmiete durch Kaufpreis, vor Kosten und Steuern.
Warum der Abstand so groß ist. Nicht, weil Dubai teurer vermietet, sondern weil Deutschland teurer verkauft. Die Quadratmeterpreise in deutschen Metropolen sind in fünfzehn Jahren Niedrigzins den Mieten davongelaufen; die Mietpreisbremse, seit Juni 2025 bis Ende 2029 verlängert, hält Neuvertragsmieten in angespannten Märkten bei höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete.[6] In Dubai begrenzt der RERA-Mietindex Erhöhungen im laufenden Verhältnis ebenfalls, bei Neuvermietung ist der Preis aber frei.[13]

Kaufnebenkosten: 11 gegen 7 Prozent

Offizielle Regel In Deutschland fallen beim Kauf Grunderwerbsteuer zwischen 3,5 Prozent (Bayern) und 6,5 Prozent (Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Saarland, Schleswig-Holstein) an, dazu rund 1,5 Prozent für Notar und Grundbuch und, seit der Teilung der Maklerkosten Ende 2020, bis zu 3,57 Prozent Käuferanteil der Provision.[4][5] In Berlin oder Hessen sind das zusammen 11,1 Prozent, in NRW 11,6 Prozent, in Bayern 8,6 Prozent. In Dubai sind es 4 Prozent Übertragungsgebühr an das Dubai Land Department, 2 Prozent Maklerprovision plus 5 Prozent Mehrwertsteuer und bei Finanzierung Registrierung, Bewertung, Trustee und Bankgebühr: 7,9 Prozent in Fallstudie 02, rund 6 Prozent bei Barkauf.

Kaufnebenkosten in Prozent des KaufpreisesDubai, Barkauf6,0 %Dubai, finanziert (Fall 02)7,9 %Deutschland, Bayern (3,5 % GrESt)8,6 %Deutschland, Berlin/Hessen (6 %)11,1 %Deutschland, NRW (6,5 % GrESt)11,6 %
Deutschland: Grunderwerbsteuer plus 1,5 % Notar und Grundbuch plus 3,57 % Käuferanteil Makler. Dubai: Werte aus Fallstudie 02 und 03.

Diese Kosten sind in beiden Ländern verloren, wenn die Immobilie nicht im Wert steigt. Bei 385.800 Euro Kaufpreis in Berlin sind das 42.708 Euro, die erst nach rund drei Jahren Nettomiete wieder verdient sind. Die Details zur Dubaier Seite stehen in der Eigenkapital-Rechnung.

Deutschland durchgerechnet: die Top-7-Wohnung

Beispiel Eine 65-Quadratmeter-Wohnung zum Metropolen-Durchschnitt: 385.800 Euro Kaufpreis, 12.979 Euro Jahresmiete (3,36 Prozent brutto), Kaufnebenkosten 42.708 Euro (Berlin/Hessen). Finanziert werden 65 Prozent, 250.770 Euro, zu 3,9 Prozent Sollzins mit 2 Prozent anfänglicher Tilgung, dem deutschen Standard; die Rate liegt bei 1.233 Euro im Monat.[3] Nicht auf den Mieter umlegbar sind Verwaltung (360 Euro), Instandhaltungsrücklage (1 Euro je Quadratmeter und Monat, 780 Euro) und ein Mietausfallwagnis von 2 Prozent (260 Euro), zusammen 1.400 Euro im Jahr.

PositionPro Jahr
Mieteinnahme12.979 €
Annuität (Zins 9.689 € + Tilgung 5.106 €)− 14.795 €
Verwaltung, Rücklage, Mietausfallwagnis− 1.400 €
Laufender Cashflow− 3.216 € (− 268 € im Monat)
Tilgung (Vermögensaufbau)+ 5.106 €
Gesamtertrag Jahr 1 vor Steuern1.890 € = 1,40 % auf 135.030 € Eigenkapital
Steuerlicher Verlust (Miete − Zinsen − Kosten − AfA 6.856 €)− 4.967 €
Steuererstattung bei 42 %+ 2.086 €
Gesamtertrag Jahr 1 nach Steuern3.976 € = 2,94 % auf das Eigenkapital
Liquiditätsbedarf (Eigenkapital plus Einmalkosten)177.738 €

Erfahrung Nexus Bridge Das Ergebnis überrascht viele: Die deutsche Wohnung ist nach Steuern rentabler als vor Steuern. Bei 3,4 Prozent Bruttorendite und 3,9 Prozent Zins erzeugt sie einen steuerlichen Verlust, den ein deutscher Vermieter mit seinem Gehalt verrechnen darf. Das Finanzamt zahlt mit. Was bleibt, ist ein Investment, das jeden Monat 268 Euro kostet und seine Rendite aus Erstattung, Tilgung und der Hoffnung auf Wertsteigerung bezieht, nicht aus der Miete. Wer bar kauft, kommt auf 3,0 Prozent Nettomietrendite vor und 2,5 Prozent nach Steuern, bezogen auf den Kaufpreis; bezogen auf das gesamte eingesetzte Geld inklusive Nebenkosten sind es 2,2 Prozent.

Fairerweise: Für Neubauten mit Baubeginn zwischen Oktober 2023 und September 2029 erlaubt Deutschland eine degressive Abschreibung von 5 Prozent statt 2 Prozent.[8][9] Das verbessert das Steuerbild im ersten Jahrzehnt deutlich, ändert aber nichts an der Bruttorendite, die bei Neubau in Metropolen eher unter als über 3,4 Prozent liegt. Und seit 2023 trägt der Vermieter nach dem CO2-Kostenaufteilungsgesetz je nach Energiezustand des Gebäudes einen Teil der CO2-Kosten der Heizung selbst, bei schlechten Gebäuden bis zu 95 Prozent.[11]

Dubai durchgerechnet: Fallstudie 02

Beispiel Als Dubai-Beispiel nehmen wir keinen Idealfall, sondern ein reales Mandat: ein möbliertes Studio in Al Furjan, AED 800.000 (rund 200.000 Euro), 360 Quadratfuß, vermietet für AED 63.000 im Jahr (7,88 Prozent brutto), Service Charge AED 10 je Quadratfuß, 65 Prozent Beleihung zu 5,80 Prozent über 25 Jahre. Fallstudie 03, ein interner Fall über AED 1,9 Millionen, liegt mit 6,97 Prozent Eigenkapitalrendite etwas darunter und ist als zweiter Datenpunkt verlinkt.

PositionPro Jahr
MieteinnahmeAED 63.000
Annuität (Zins 29.909 + Tilgung 9.536)− AED 39.445
Service Charge und Verwaltung (5 %)− AED 6.750
Laufender Cashflow+ AED 16.805 (rund + 350 € im Monat)
Tilgung (Vermögensaufbau)+ AED 9.536
Gesamtertrag Jahr 1 vor SteuernAED 26.341 = 9,41 % auf AED 280.000 Eigenkapital
Steuer in den VAEkeine
Steuer in Deutschland bei Wohnsitz Deutschland (Überschuss 12.523 × 42 %)− AED 5.260
Gesamtertrag Jahr 1 nach deutscher SteuerAED 21.081 = 7,53 %
Liquiditätsbedarf (Eigenkapital plus Einmalkosten)AED 343.600 (rund 85.900 €)

Der Unterschied zu Deutschland liegt nicht im Zins, der in Dubai fast zwei Punkte höher ist, sondern in der Nettomietrendite von 7,0 Prozent, die über dem Zins liegt. Dann arbeitet der Hebel für den Käufer; in Deutschland arbeitet er bei 3,4 Prozent gegen ihn. Warum das so ist und wann es kippt, steht in Fallstudie 03.

Drei Wohnsitze, drei Steuerbilder

Offizielle Regel Entscheidend ist nicht, wo die Wohnung steht, sondern wo der Eigentümer wohnt.

Eigenkapitalrendite im ersten Jahr, 65 % finanziert, ohne WertsteigerungDeutschland, Top-7, vor Steuern1,40 %Deutschland, Top-7, nach Steuern2,94 %Dubai Fall 02, Wohnsitz DE, nach Steuer7,53 %Dubai Fall 02, Wohnsitz Dubai9,41 %
Gesamtertrag Jahr 1 (Überschuss plus Tilgung) auf das Eigenkapital. Deutschland: 385.800 € Kaufpreis, 3,9 % Zins, 2 % Tilgung, 42 % Grenzsteuersatz. Dubai: Fallstudie 02, 5,80 % Zins, 25 Jahre. Einmalkosten separat.

Der Nettovergleich in einer Tabelle

Deutschland, Top-7Dubai, Fall 02, Wohnsitz DEDubai, Fall 02, Wohnsitz Dubai
Kaufpreis385.800 €AED 800.000 (≈ 200.000 €)AED 800.000
Bruttomietrendite3,36 %7,88 %7,88 %
Nettomietrendite nach laufenden Kosten3,00 %7,03 %7,03 %
Kaufnebenkosten11,1 %7,9 %7,9 %
Zins / Beleihung3,9 % / 65 %5,80 % / 65 %5,80 % / 65 %
Cashflow im Monat nach Rate und Kosten− 268 €+ 350 €+ 350 €
Eigenkapitalrendite Jahr 1 vor Steuern1,40 %9,41 %9,41 %
SteuerErstattung + 2.086 €− AED 5.260 (≈ 1.315 €)keine
Eigenkapitalrendite Jahr 1 nach Steuern2,94 %7,53 %9,41 %
Barkauf: Nettorendite nach Steuern2,49 %4,79 %7,03 %
Verkauf steuerfrei nach10 Jahren10 Jahrensofort
WährungEuroAED (Dollar-Bindung)AED

Gesamtertrag Jahr 1 = laufender Überschuss plus Tilgung, bezogen auf das Eigenkapital (Anzahlung); Einmalkosten separat. Ohne Wertsteigerung. Deutschland: 42 % Grenzsteuersatz, AfA 2 % auf 80 % Gebäudeanteil. Dubai bei Wohnsitz DE: AfA 2 % auf Gebäudeanteil, Umrechnung 4,26 AED je Euro, Stand 11. September 2026 (EZB-Referenzkurs, Peg 3,6725 AED je US-Dollar). Alle Rechenschritte in den verlinkten Fallstudien.

Was für Deutschland spricht, und was Dubai riskanter macht

Ein Vergleich, der nur Renditen zeigt, ist Werbung. Diese Punkte gehören auf die andere Seite der Waage:

ThemaDeutschlandDubai
WährungEuro, kein Risiko für Euro-AnlegerDirham fest an den US-Dollar gebunden: Miete und Substanz schwanken mit dem Dollar
Zins3,9 % für zehn Jahre fest[3]deutlich höher, von der Bank individuell quotiert, nach kurzer Festschreibung variabel (Zinsen)
Beleihung80 bis 100 % üblichin der Regel 65 %, in einigen Fällen 50 %; Einmalkosten seit 2025 bar
Preiszykluslange stabil, seit 2022 Korrekturzwei tiefe Rückgänge zwischen 2008 und 2020, seit 2021 kräftiger Anstieg
MieterschutzMietpreisbremse bis 2029, Kündigungsschutz, lange Verfahren[6]RERA-Index begrenzt Erhöhungen, Räumung bei Zahlungsverzug schneller
Laufende KostenVerwaltung, Rücklage, CO2-Anteil; Betriebskosten meist umlegbarService Charge 10 bis 25 AED je sqft trägt der Eigentümer, 5 bis 15 % der Miete
Steuer bei Wohnsitz DEVerlust verrechenbarVerlust nur im VAE-Topf (§ 2a EStG)[10]
Entfernungvor OrtVerwaltung über Property Management, Kauf und Finanzierung remote möglich

Erfahrung Nexus Bridge Der wichtigste Punkt ist die Währung. Wer in Euro denkt und in Dirham verdient, hat ein Dollar-Investment. In Jahren mit schwachem Dollar schrumpft die Euro-Rendite, in Jahren mit starkem Dollar wächst sie. Das ist kein Argument gegen Dubai, aber eines gegen Rechnungen, die den Kurs festhalten. Wer das Risiko nicht will, streut: eine Wohnung in Deutschland, eine in Dubai, ist eine legitime Antwort.

Was wir daraus mitnehmen

  1. Der Renditeabstand ist real, aber er entsteht am Kaufpreis, nicht an der Miete. 5.936 Euro je Quadratmeter bei 16,64 Euro Miete tragen keine Finanzierung zu 3,9 Prozent. AED 2.222 je Quadratfuß bei AED 175 Miete tragen eine zu 5,80 Prozent.
  2. „40 Prozent Steuer“ ist in Deutschland bei finanzierten Wohnungen die falsche Sorge. Die Wohnung erzeugt einen Verlust, den das Finanzamt mitträgt. Die richtige Sorge ist der negative Cashflow: 268 Euro im Monat, jeden Monat, bis die Miete den Zins überholt.
  3. Für Dubai entscheidet der Wohnsitz über zwei Prozentpunkte. 9,4 Prozent steuerfrei gegen 7,5 Prozent nach deutscher Steuer. Wer den Umzug ohnehin plant, rechnet mit der ersten Zahl; wer bleibt, mit der zweiten. Beide schlagen 2,9 Prozent.
  4. Der Barkauf verändert die Reihenfolge nicht. 2,5 Prozent in Deutschland gegen 4,8 Prozent (Wohnsitz DE) und 7,0 Prozent (Wohnsitz Dubai).
  5. Dubai kauft man mit offenen Augen: Dollar, variabler Zins, Zyklus. Wer diese drei Zahlen kennt und trotzdem kauft, kauft richtig. Wer sie nicht kennt, sollte erst rechnen. Dafür gibt es den Rechner mit PDF-Analyse und unsere Finanzierungsbegleitung.
Was dieser Vergleich nicht beweist. Er zeigt nicht, dass jede Dubai-Wohnung jede deutsche schlägt. Ein 4-Zimmer-Penthouse mit 3,8 Prozent Bruttorendite und 25 AED Service Charge verliert gegen eine Chemnitzer Wohnung mit 5,9 Prozent. Er zeigt, dass die typische Metropolen-Wohnung in Deutschland 2026 keine Rendite-Anlage mehr ist, sondern eine Wette auf Wertsteigerung mit Steuerbonus, und dass die typische kleine Wohnung in Dubai eine Rendite-Anlage mit Währungswette ist. Beides kann man wollen. Man sollte nur wissen, welches man kauft.

Quellen

  1. Baufi24 Mietrenditeatlas, 1. Halbjahr 2026 (18. August 2026): Bruttomietrenditen der 52 größten Städte, Top-7 im Schnitt 3,4 %, 5.936 €/m² Kaufpreis, 16,64 €/m² Miete; Hamburg 3,02 %, München 3,22 %, Frankfurt 3,24 %, Berlin 3,36 %, https://www.baufi24.de/presse/pressemitteilungen/mietrendite-trend-082026/ (abgerufen 11. September 2026)
  2. Cash-Online: Wo sich Vermietung noch lohnt, Auswertung des Baufi24-Mietrenditeatlas (Städtewerte), https://www.cash-online.de/a/wo-sich-vermietung-noch-lohnt-blick-in-den-baufi24-mietrenditeatlas-712148/ (abgerufen 11. September 2026)
  3. Dr. Klein, aktuelle Bauzinsen (Stand 4. September 2026): 10 Jahre Sollzins 3,87 %, 15 Jahre 4,07 %, https://www.drklein.de/aktuelle-bauzinsen.html (abgerufen 11. September 2026)
  4. Grunderwerbsteuer 2026 nach Bundesland (3,5 % Bayern bis 6,5 % NRW, Brandenburg, Saarland, Schleswig-Holstein), https://www.finanz-tools.de/grunderwerbsteuer/bundeslaender-tabelle (abgerufen 11. September 2026)
  5. Baufi24: Maklerprovision, Gesetz zur Verteilung der Maklerkosten §§ 656a bis 656d BGB seit 23. Dezember 2020, Käuferanteil bis 3,57 %; Notar und Grundbuch rund 1,5 %, https://www.baufi24.de/immobilien/maklerprovision-in-deutschland-mit-uebersicht-nach-bundeslaendern/ (abgerufen 11. September 2026)
  6. Deutscher Bundestag: Mietpreisbremse bis 31. Dezember 2029 verlängert (Beschluss 26. Juni 2025), höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete, https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw26-de-mietpreisbremse-1084786 (abgerufen 11. September 2026)
  7. Einkommensteuertarif 2026: Spitzensteuersatz 42 % ab 69.879 € zu versteuerndem Einkommen, 45 % ab 277.826 €, https://www.taxmaro.com/post/spitzensteuersatz-2026-grenze-tarif (abgerufen 11. September 2026)
  8. Einkommensteuergesetz § 7 Absatz 4 und 5a (lineare AfA 2 % bzw. 3 %, degressive AfA 5 % für Neubau mit Baubeginn 1.10.2023 bis 30.9.2029), https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__7.html (abgerufen 11. September 2026)
  9. Bundesministerium für Wohnen: Degressive AfA, 5 Prozent, Wachstumschancengesetz, https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/kurzmeldungen/DE/2024/03/degressive-afa.html (abgerufen 11. September 2026)
  10. Einkommensteuergesetz § 2a: negative Einkünfte aus Drittstaaten nur mit positiven Einkünften derselben Art aus demselben Staat verrechenbar, https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__2a.html (abgerufen 11. September 2026)
  11. Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG): Aufteilung der CO2-Kosten zwischen Vermieter und Mieter seit 1. Januar 2023, https://www.gesetze-im-internet.de/co2kostaufg/ (abgerufen 11. September 2026)
  12. Global Property Guide: Bruttomietrenditen VAE, Q2 2026, Dubai im Schnitt 5,53 %, Studios 7,80 %, 1-Zimmer 6,03 %, https://www.globalpropertyguide.com/middle-east/united-arab-emirates/rental-yields (abgerufen 11. September 2026)
  13. Dubai Land Department: Rental Index (RERA-Mietindex, Obergrenzen für Mieterhöhungen), https://dubailand.gov.ae/en/eservices/rental-index/rental-index/ (abgerufen 11. September 2026)
  14. Fallstudie 02, Kaufbegleitung Studio Al Furjan (AED 800.000, 35 % Eigenkapital), https://www.nexusbridgecapital.de/fallstudien/kaufbegleitung-studio-al-furjan/ (abgerufen 11. September 2026)
  15. Fallstudie 03, Finanzieren oder bar kaufen (AED 1,9 Mio., interner Fall), https://www.nexusbridgecapital.de/fallstudien/finanzieren-oder-bar-kaufen-dubai/ (abgerufen 11. September 2026)
  16. Nexus Bridge Capital: Dubai-Immobilie und deutsche Steuern (kein DBA seit 2022, § 21, § 7, § 2a EStG), https://www.nexusbridgecapital.de/dubai-immobilie-steuern-deutschland/ (abgerufen 11. September 2026)

Kategorien: Offizielle Regel = Behörde / Zentralbank · Bankpraxis = Bankpraxis, kurzfristig änderbar · Erfahrung Nexus Bridge = Beobachtung aus eigener Tätigkeit · Beispiel = Rechenbeispiel ohne Gewähr.

Wohnsitz nach Dubai verlegen: Was ändert sich steuerlich?

Stand: 30.09.2026. Quellen und Rechenweg stehen weiter oben auf dieser Seite.

Die kurze Antwort

Was ändert sich steuerlich, wenn ich meinen Wohnsitz nach Dubai verlege? Die kurze Antwort: Mit der Aufgabe von Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland endet die unbeschränkte Steuerpflicht, aber nicht alles endet sofort. Für Wegzügler in Niedrigsteuerländer gibt es einen Nachlauf von bis zu 10 Jahren und Unternehmensbeteiligungen werden beim Wegzug besteuert. Keine Steuerberatung, aber die richtigen Fragen.

Der Wegzug

Entscheidend ist nicht die Abmeldung beim Einwohnermeldeamt, sondern ob in Deutschland eine Wohnung bleibt, die Sie nutzen können und ob Sie sich dort mehr als 183 Tage aufhalten. Wer die deutsche Wohnung behält, bleibt in der Regel unbeschränkt steuerpflichtig, ganz gleich, was der Pass in Dubai sagt.

Der Nachlauf

Paragraph 2 des Außensteuergesetzes. Wer als Deutscher in den letzten 10 Jahren mindestens 5 Jahre unbeschränkt steuerpflichtig war, in ein Niedrigsteuerland zieht und wesentliche wirtschaftliche Interessen in Deutschland behält, bleibt für deutsche Einkünfte bis zu 10 Jahre erweitert beschränkt steuerpflichtig. Die Emirate gelten als Niedrigsteuerland.

Beteiligungen

Wer mindestens 1 % an einer Kapitalgesellschaft hält, versteuert beim Wegzug den Wertzuwachs, als hätte er verkauft. Das ist die Wegzugsbesteuerung und sie trifft Unternehmer oft überraschend. Sie lässt sich planen, aber nur vor dem Umzug.

Was in Dubai gilt

Keine Einkommensteuer für Privatpersonen, keine Erbschaftsteuer. 9 % Körperschaftsteuer für Unternehmen über der Freigrenze. 5 % Mehrwertsteuer. Der Steuerwohnsitz in den Emiraten wird mit einer Ansässigkeitsbescheinigung nachgewiesen. Dafür zählen Aufenthaltstage und Lebensmittelpunkt. Stand September 2026.

Nachrechnen lassen

Was sich für Sie beim Wohnsitzwechsel nach Dubai ändert, gehört vor den Umzug zum Steuerberater. Wir bringen Sie mit Kanzleien zusammen, die beide Seiten kennen. Mehr auf nexusbridgecapital.de. Nexus Bridge Capital, Dubai.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Immobilie in Dubai mehr als in Deutschland?
Bei der laufenden Rendite deutlich: Eine Wohnung in einer deutschen Top-7-Stadt bringt nach dem Baufi24-Mietrenditeatlas im Schnitt 3,4 Prozent Bruttomietrendite, ein vergleichbares Objekt in Dubai 5,5 bis 8 Prozent. Nach Kosten, Zinsen und Steuern liegt die Eigenkapitalrendite in unserem Rechenbeispiel bei 2,9 Prozent in Deutschland gegen 7,5 Prozent in Dubai (Wohnsitz Deutschland) und 9,4 Prozent (Wohnsitz Dubai). Dafür trägt der Dubai-Käufer Währungsrisiko, höhere Zinsen und einen Markt mit stärkeren Preiszyklen. Die Rendite ist ein Argument, nicht das einzige.
Wie hoch ist die Mietrendite in Deutschland 2026?
Im Schnitt der 52 größten Städte 4,17 Prozent brutto (1. Halbjahr 2026), in den sieben Metropolen nur 3,4 Prozent: Hamburg 3,02, München 3,22, Frankfurt 3,24, Berlin 3,36 Prozent. Nach Verwaltung, Instandhaltungsrücklage und Mietausfallwagnis bleiben davon in unserem Beispiel 3,0 Prozent, nach Steuern 2,5 Prozent auf den Kaufpreis, ohne Kaufnebenkosten gerechnet.
Wie hoch ist die Mietrendite in Dubai?
Global Property Guide weist für Dubai im zweiten Quartal 2026 im Schnitt 5,53 Prozent brutto aus, Studios 7,80 Prozent, 1-Zimmer-Wohnungen 6,03 Prozent. Unsere drei veröffentlichten Fälle liegen bei 5,77, 7,88 und 7,37 Prozent brutto. Nach Service Charge und Verwaltung bleiben 4,7 bis 7,0 Prozent, und in den VAE fällt darauf keine Einkommensteuer an.
Muss ich Mieteinnahmen aus Dubai in Deutschland versteuern?
Ja, solange Sie in Deutschland wohnen. Seit dem Ende des Doppelbesteuerungsabkommens zum 31. Dezember 2021 gilt das Welteinkommensprinzip: Die Dubai-Miete wird wie eine deutsche Miete besteuert, also der Überschuss nach Zinsen, Service Charge, Verwaltung und Abschreibung. In unserem Beispiel kostet das 1,9 Prozentpunkte Rendite: 9,4 statt 7,5 Prozent. Steuerfrei wird die Dubai-Miete erst, wenn Sie Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt nach Dubai verlegen.
Warum ist die Rendite in Deutschland nach Steuern höher als vor Steuern?
Weil eine finanzierte Wohnung in einer deutschen Metropole bei 3,4 Prozent Bruttorendite und 3,9 Prozent Zins steuerlich einen Verlust erzeugt: Zinsen, nicht umlagefähige Kosten und Abschreibung übersteigen die Miete. Diesen Verlust darf ein deutscher Vermieter mit seinem Gehalt verrechnen, das Finanzamt erstattet in unserem Beispiel rund 2.100 Euro im Jahr. Die Investition lebt dann von Steuererstattung, Tilgung und der Hoffnung auf Wertsteigerung, nicht von der Miete. Für eine Dubai-Wohnung gilt diese Verrechnung nicht: Verluste aus Drittstaaten dürfen nach § 2a EStG nur mit künftigen Dubai-Mieteinnahmen verrechnet werden.
Was kostet ein Immobilienkauf in Dubai an Nebenkosten, was in Deutschland?
Dubai: 4 Prozent Übertragungsgebühr an das Dubai Land Department, 2 Prozent Maklerprovision zuzüglich 5 Prozent Mehrwertsteuer, bei Finanzierung 0,25 Prozent Hypothekenregistrierung, Trustee, Bewertung und Bankgebühr, zusammen 7 bis 8 Prozent. Deutschland: 3,5 bis 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer je nach Bundesland, rund 1,5 Prozent Notar und Grundbuch, bis 3,57 Prozent Käuferanteil der Maklerprovision, zusammen 9 bis 12 Prozent.
Ist eine Immobilie in Dubai steuerfrei?
In den VAE ja: keine Einkommensteuer auf die Miete, keine Steuer auf den Verkaufsgewinn für Privatpersonen, keine Grundsteuer im deutschen Sinn. Ob Sie zu Hause Steuern zahlen, entscheidet Ihr Wohnsitz. Wer in Deutschland lebt, versteuert die Miete dort und den Verkaufsgewinn innerhalb von zehn Jahren. Wer in Dubai lebt, zahlt auf beides nichts.
Welche Risiken hat Dubai, die Deutschland nicht hat?
Drei, und sie gehören in jede Rechnung: Der Dirham ist an den US-Dollar gebunden, ein Euro-Anleger trägt also das Dollar-Risiko auf Miete und Substanz. Die Zinsen für Nicht-Residenten liegen deutlich über deutschen Bauzinsen, und sie sind variabel nach einer kurzen Festschreibung. Und der Dubaier Markt hat zwischen 2008 und 2020 zwei ausgeprägte Preisrückgänge erlebt. Wer diese drei Punkte ausblendet, rechnet schön.
Kann ich mit 35 Prozent Eigenkapital in Deutschland nicht auch mehr finanzieren?
Doch, deutsche Banken finanzieren häufig 80 bis 100 Prozent. Wir haben in beiden Ländern mit 65 Prozent Beleihung gerechnet, damit der Vergleich fair bleibt: gleiches Eigenkapital, gleiche Struktur. Mehr Hebel verbessert in Deutschland die Eigenkapitalrendite nicht, solange der Zins über der Nettomietrendite liegt; er vergrößert dann nur den monatlichen Fehlbetrag.
DT
Redaktion: Denise Tanrikul, Managing Partner · Fachliche Prüfung: Martin Krygier, Manager, selbst Käufer, Sanierer und Vermieter von Immobilien in Deutschland und Dubai Zuletzt geprüft am 11. September 2026. Regulatorische Angaben stammen aus den verlinkten Primärquellen (UAE Central Bank, Dubai Land Department, Bankseiten) und werden mindestens quartalsweise aktualisiert. Bankkonditionen ändern sich kurzfristig, vor einer Entscheidung immer den aktuellen Stand bei der Bank einholen.

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